Reference 4 & Master 4
In der Klasse hochwertiger Tonabnehmer zählt der legendäre Grado Reference seit Jahrzehnten zu denjenigen Systemen, denen eine außergewöhnliche Musikalität nachgesagt wird. Nun führt die aktuelle Generation in Form von Reference4 und Master4 diese Tradition eindrucksvoll fort. Mit der an entscheidenden Stellen weiterentwickelten Moving-Iron-Technologie und einer in unzähligen Hörstunden abgestimmten Gehäusekonstruktion verbinden die beiden aufwendigsten Modelle der Grado Timbre Serie auf exemplarische Weise eine hohe Auflösung mit auffallender Natürlichkeit und einem ausgesprochen homogenen Klangbild.
Das ursprünglich von Grado patentierte Flux-Bridger-Prinzip setzt auf leistungsstarke, aber feststehende Spulen, während lediglich das extrem leichte Eisen am hinteren Ende des bewegten Nadelträgers die ungewöhnlich hohe Signalspannung induziert. Dank der extrem geringen bewegten Masse des kleinen Eisen-Röhrchens brillieren beide MI-Tonabnehmer mit bemerkenswerter Dynamik und Präzision. Feinste musikalische Informationen werden dabei mühelos aus der Rille gelesen, ohne dass die Wiedergabe jemals nervös oder übermäßig analytisch wirkt. Gerade diese Verbindung aus Auflösung, Dynamik und Geschlossenheit macht den besonderen Reiz dieser beiden großen Timbre-Modelle aus.
Beim Reference4 hat Grado gegenüber dem Master4 zudem nochmals einen erhöhten Aufwand betrieben: Ein nackter Shibata-Diamant sitzt auf einem präzisionsgefertigten Boron-Nadelträger und bietet mit seinen Flanken eine breite und perfekt ausgeführte Kontaktfläche zur Schallplattenrille. Der Master4 vertraut dagegen auf einen nackten elliptischen Diamanten, der ebenfalls auf einem leichten, präzisionsgefertigten Boron-Nadelträger montiert ist. Beide Kombinationen sind sorgfältig auf das jeweilige System abgestimmt und ermöglichen eine bemerkenswerte Abtastsicherheit und Detailauflösung.
Auch bei den Spulen setzt Grado auf klangentscheidende Details. In beiden Modellen kommt hochreines 6N-OCC-Kupfer zum Einsatz, das John Grado in intensiven Hörvergleichen ausgewählt hat. Die signalführenden Komponenten sind zudem kryogen behandelt, während der komplette Aufbau sorgfältig bedämpft ist. Unerwünschte Resonanzen und Vibrationen werden dadurch wirkungsvoll kontrolliert, sodass selbst leiseste Informationen mit verblüffender Klarheit und natürlicher Geschlossenheit zur Geltung kommen.
Eine wichtige Rolle spielt dabei das Gehäuse aus American Osage Wood. Das ausschließlich für das Reference 4 und das Master 4 ausgewählte Holz sieht nicht nur wunderschön aus, sondern unterstützt durch seine spezifische Materialdichte vor allem die Dämpfung und den akustischen Charakter des Tonabnehmers. Die neu gestaltete Gehäuseform bietet darüber hinaus einen freien Blick auf den Nadelträger und ermöglicht so eine besonders exakte und unkomplizierte Justage. Dank einer Compliance von 20 μm/mN und eines Eigengewichts von 9,6 Gramm lässt sich das System an nahezu allen aktuellen Tonarmen problemlos einsetzen.
Musikalisch bestechen Reference4 und Master4 durch eine ausgeprägte Selbstverständlichkeit. Stimmen und Instrumente werden körperhaft, fein texturiert und klar umrissen dargestellt. Die weit in die Tiefe reichende Raumabbildung bleibt auch bei komplexen Passagen stabil und vermittelt ein realistisches Gefühl für die Größe und Atmosphäre des Aufnahmeraums. Ein voller, kontrollierter Tiefton und ein offener, luftiger Hochton fügen sich mit prägnanten Mitten zu einem ausgesprochen homogenen Klangbild zusammen.
Dabei unterscheiden sich die beiden Geschwister durchaus in ihrer Ausprägung. Die Reference4 schöpft mit ihrem nackten Shibata-Diamanten das Auflösungsvermögen der Konstruktion besonders konsequent aus und lässt feinste Strukturen, Rauminformationen und klangliche Texturen mit außergewöhnlicher Autorität hervortreten. Der Master4 setzt mit seinem nackten elliptischen Diamanten etwas andere Akzente, bewahrt dabei aber die charakteristische Grado-Mischung aus Wärme, Klarheit, Dynamik und musikalischer Geschlossenheit. Beide Systeme verstehen es, Informationen nicht einfach nur hörbar zu machen, sondern sie zu einem vollkommen stimmigen musikalischen Ganzen zu verbinden.
Konsequenterweise stehen Reference4 und Master4 sowohl als High-Output-Version mit 4,0 mV für hochwertige MM-Phonovorstufen als auch als Low-Output-Version mit satten 1,0 mV für z. B. MC-Phonostufen mit höherer Verstärkung zur Wahl. Damit lassen sich beide Timbre-Modelle flexibel in unterschiedlichsten analogen Ketten einsetzen. Beide Varianten sind zudem als Stereo- und Mono-Version erhältlich. Mit einer Kanaltrennung von durchschnittlich 30 dB, einer Nadelnachgiebigkeit von 20 μm/mN, einer empfohlenen Auflagekraft von 1,6 bis 1,9 g und einem Frequenzbereich von 10 Hz bis 60 kHz gehören Reference4 und Master4 auch technisch zur anspruchsvollsten Klasse hochwertiger Tonabnehmer.
Technische Details
- Modelle:
- Reference 4
- Master 4
- Mono-Versionen optional
- Typ:
- MI-Tonabnehmer
- Eigengewicht:
- 9,6 Gramm
- Besonderheiten:
- Korpus aus American Osage Holz,
- Nadelträger, aus Boron
- Spulen aus 6N-OCC-Kupfer
- Ausgangsspannungen:
- 1,0 mV (Low Output)
- 4,0 mV (High-Output)
- Abschlussimpedanzen:
- 10.000 Ω – 47 kΩ (Low Output)
- 47 kΩ (High Output)
- Frequenzgang:
- 10 – 60.000 Hz
- Nadelnachgiebigkeit:
- 20 µm/mN
- Eigenimpedanz:
- 70 Ω (Low Output)
- 660 Ω (High Output)
- Abschlussimpedanz:
- 10.000 Ω – 47 kΩ
- Abschlussimpedanz:
- 10.000 Ω – 47 kΩ
- Empf. Auflagekraft:
- 1,6 – 1,9 Gramm
- Unverb. Preisempfehlung:
- 1.199,- Euro (Master)
- 1.699,- Euro (Reference)





